Ein Freelancer mit Projektmanagement-Erfahrung bekommt eine Anfrage von einem Lebensmittellogistiker: Hilfe bei der Einführung eines KI-gestützten Bestandsplanungstools. Klingt überschaubar. Dann stellt sich heraus, dass das Unternehmen drei verschiedene Lagerverwaltungssysteme parallel betreibt und keines davon sauber mit dem neuen Tool kommuniziert. Ohne Branchenverständnis endet das Projekt nach vier Wochen im Frust.
Was den Unterschied bei der Projektvergabe macht
Auftraggeber in Logistik und Transport merken sehr schnell, ob jemand die Grundbegriffe kennt. Begriffe wie Inbound-Logistik, Cross-Docking, Slotting oder Carrier-Integration sind keine Fachsprache um ihrer selbst willen, sie beschreiben reale Abläufe, die direkten Einfluss auf KI-Implementierungen haben. Freelancer, die sich drei bis vier Wochen Zeit nehmen, um die Grundlogik eines TMS oder WMS zu verstehen, klingen in Erstgesprächen sofort kompetenter.
Ein einfacher Ansatz: Die Demo-Versionen von Systemen wie Körber WMS, CargoWise oder SAP TM sind teilweise frei zugänglich oder kostenlos testbar. Wer damit herumspielt, versteht schnell, wo KI-Funktionen eingebettet sind und wo manuelle Prozesse dominieren.
Die Frage, die du im ersten Gespräch stellen solltest
Frag nicht, was das Unternehmen mit KI erreichen will. Frag, welcher Prozess gerade am meisten Zeit kostet und wie er aktuell dokumentiert ist. Die Antwort zeigt dir sofort, ob das Projekt umsetzbar ist, und dem Kunden zeigt sie, dass du konkret denkst. Das allein reicht oft, um ausgewählt zu werden.